Fuer frauenBereits seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten gibt es Viagra, eines der bekanntesten Arzneimittel seiner Zeit. Als die Firma Pfizer im Jahr 1998 diese kleine blaue Potenzpille auf den Markt brachte, sollte es den Umgang der Männer mit dem Krankheitsbild der Erektilen Dysfunktion für immer verändern. Viagra hauchte den Männern neues Selbstvertrauen ein und ermöglichte vielen von ihnen wieder ein normales Sexualleben. Im Laufe der Zeit haben auch andere Potenzmittel den Weg auf den Markt gefunden. Aber es fällt auf, dass ein vergleichbares Produkt, welches auch effektiv bei sexuellen Funktionsstörungen der Frau noch immer zu fehlen scheint. Diese Lücke soll in absehbarer Zeit Lybrido schließen. Dieses Präparat befindet sich aktuell noch in der Testphase. Diese Tests sollen aber schon positiv verlaufen sein, so dass nicht nur Frauen bereits mit Spannung auf Lybrido warten.

Was ist Lybrido und wie kann es wirken?

Lybrido wurde vom Niederländer Adriaan Tuiten entwickelt. Es verfolgt einen anderen Ansatz als den, den man zunächst von einem „Viagra für die Frau“ erwarten dürfte. Lybrido soll direkt in der Schaltzentrale, dem Gehirn, seine Wirkung entfalten. Durch die Einnahme soll es zu einer erhöhten Ausschüttung des Glückshormons Dopamin kommen. Hierdurch sollen mögliche Blockaden und Verkrampfungen gelöst und die Lust der Frau auf Sex gesteigert werden. Zwar gibt es bereits ein Mittel für die Frau, auf dem Markt – Lovegra – jedoch verfolgt dieses einen anderen Ansatz. Es enthält den gleichen Wirkstoff wie Viagra (Sildenafil) und soll die Durchblutung in den Geschlechtsorganen anregen. Dadurch soll eine Luststeigerung erreicht werden. Außerdem soll es der Frau durch die erhöhte Empfindlichkeit zusätzlich helfen, einen Orgasmus zu empfinden. Bei Lybrido ist dies nicht der Fall. Damit das Medikament allerdings wirken kann, muss schon eine generelle Lust auf den Partner bestehen. Ansonsten kann auch Lybrido nicht wirklich helfen.

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau

Nicht nur Männer können an sexuellen Funktionsstörungen leiden, sondern auch Frauen. Auch hier sind mehrere Beschwerdebilder möglich. Zum Beispiel können sie sich bei Frauen in einer chronischen Unlust, Orgasmusschwierigkeiten sowie Unbehagen oder Schmerzen beim Sex bemerkbar machen. Die Gründe hierfür können entweder im hormonellen oder aber auch im psychischen Bereich zu finden sein. Ein Besuch bei einem Facharzt kann Aufschluss über den Hormonhaushalt geben. Sollte sich dieser nicht im Gleichgewicht befinden, kann der behandelnde Arzt sicherlich entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Liegen die Ursachen für die sexuellen Funktionsstörungen im psychischen Bereich, kann eine Gesprächstherapie bei einem Psychologen Sinn machen. In diesen Gesprächen können dann mögliche Blockaden gefunden und aufgelöst werden. Sicherlich ist auch eine Therapie gemeinsam mit dem Partner möglich, denn auch dieser leidet unter den sexuellen Funktionsstörungen der Frau. Ähnlich wie bei Männern auch, kann dadurch eine Beziehung ernsthaft in Gefahr geraten. Von daher ist es von großer Wichtigkeit, dass sich die Betroffenen öffnen und gegebenenfalls den Partner mit einbeziehen. Bei Problemen, die schon über einen längeren Zeitraum anhalten, ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen.